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 Weitaus zahlreicher waren die Dichter, in deren Werken Motive aus der persischen Literatur verwendet wurden, zur Formung des Dichtwerkes trat eine innere Durchbildung, die der Sprache einen verfeinerten ästhetischen Reiz geben( Reimworte und Assonanzen), die Phantasie des Hörers durch geistreiche oder gefühlvolle Vergleiche oder Metapher beschäftigen, und wurden immer wieder Stimmungen und Gefühle in origineller Weise mitgeteilt. Sie wären jedoch ohne traditionsgemässe Sprachgestaltung nicht literaturfähig gewesen und damit zur Bildung einer konventionellen Kunstsprache führte, in der für nahezu jeden poesiewürdigen Begriff, das geliebte Wesen; seine Augen, Brauen und Lippen, die Locken und Wangen und das Mal auf der Wange, den Flaum auf der Lippe des Jünglings und die Brüste der Geliebten etwa,bestimmte Metaphern gab.

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Firdusi (932-1020)
Mehr als tausendjahre ist es her, da lebte in Persien der Dichter Firdausi, der Schöpfer des schahname, des "Königsbuches". Damals waren schlimme Zeiten. Räuberische Könige und fremde Heere plünderten das in viele feindliche Machtbereiche zerfallene Land aus. In seinem gewaltigen Werk, an dem der Dichter dreißigjahre arbeitete, gibt er eine Darstellung der geschichtlichen Entwicklung Irans vom mythischen Beginn bis zur Eroberung durch die Araber, die zwar nicht immer historisch exakt ist, von den Iranern aber seit 1000 jahren als Spiegel ihrer großen Vergangenheit betrachtet wird. Dieses Heldenlied der Iraner gehört zu den kostbarsten Schätzen der Weltliteratur.

Mazandaran ::

Mazandaran, mein Land, ich denke dein.
Mög immerdar dir Frucht und Duft gedeihn!
Dein Garten ist von Blumen immer schön,
Tulpen blühn und Narzissen auf den Höhn.
Die Luft ist klar, die Erde wohlgestalt,
Ein steter Frühling, nie zu warm, zu kalt.
Im Gartenschluchzt ihr Lied die Nachtigall,
Gazelle steigt vom hohen hang zu Tal.
Wie Rosenwasser ist der Flüsse Flut,
So frisch, das gibt der Sele frohen Mut.
Ob Winter, Lenz, ob Sommer, Erntezeit,
Stetes prangt voll Blüten alles weit und breit.
Und Jahr um Jahr der Flüsse Ufer lachen;
Jagdfalken überall auf Beute wachen.
Von Rand zu Rande ist das Land geschmückt:
Brokat, Gold - alles was beglückt!
Nur dem, der hier in diesem Land des Frühlings lebt,
Erfüllt sich ganz, was insgeheim sein Herz erstrebt.




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Khayyam(18. Mai.1048 - 4.Dec.1131)
Geboren in Nishapur NO-Iran. Khayyam war ein persischer Poet, Mathematiker und Astronom, sehr berühmt und begehrt in seinem Land, aber in europäiche Ländern eher als Poet bekannt für seine Robaaiyaat("Vierzeiler")-die in mehr als 70 Sprachen übersetzt worden sind. Er entwickelte zum ersten Mal die Methode zum Lösen von Gleichungen der drite Grades.

Vierzeiler ::

Den trüben Tag, der gestern war, beklage nicht!
Vorm Morgen, bringt es auch Gefahr, verzage nicht!
Auf Gestern nicht noch Morgen bau! Nutz deine Zeit!
Dem Augenblick, der Lust dir beut, entsage nicht!

Das zarte Grün, das sprießt und wächst und blüht am Fluß,
erwuchs es nicht auf deinem Weg als holder Gruß
aus Staub, der einst, der Tulpe gleich, ein Antlitz war?
Zertritt es nicht, achtloser Narr , mit grobem Fuß !

Du höchster Herr, des Glaubens Hort, der ohne Ruh
Urteile fällt und Strafen mißt jedwedem zu,
säufst dich am Blut der Sünder satt wie wir am Wein !
Sag, wer verdient der Hölle Pein? Wir oder du?

Oh, wäre doch ein Ruheplatz uns hier vergönnt!
Nähm dieser Weg, unendlich schier, doch bald ein End!
Blieb nur der Trost, daß man als Gras im Frühlingswind,
wenn tausend Jahr vergangen sind, aufsprießen könnt!





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Sa'di (1181-1292) studierte an der berühmten Hochschule von Bagdad, trat dort der Mystik nahe und unternahm weite Reisen durch die muslimischen Länder, Dabei geriet er einmal in die Hand der Kreuzfahrer in Syrien, Später kehrte er in seine Heimatstadt Schiras zurück und schrieb dort den größten Teil seiner zahlreichen Werke, Seine wichtigsten sind die Sammlung lehrhafter Erzählungen in Versen "Bostan" ("Duftgarten"), der aus Prosaerzählungen mit eingestreuten Versen bestehende "Gulistan" ("Rosengarten") sowie sein "Divan", Saadi gilt als der bedeutendste Vertreter der didaktischen Poesie Persiens und als einer der volkstümlichsten Dichter des islamischen Orients,

Die Kinder Adams ::

Die Kinder Adams sind aus einem Stoff gemacht,
als Glieder eines Leibs von Gott, dem Herrn, erdacht.
Sobald ein Leid geschieht nur einem dieser Glieder,
dann klingt sein Schmerz sogleich in ihnen allen wider .
Ein Mensch, den nicht die Not der Menschenbrüder rührt,
verdient nicht, daß er noch des Menschen N amen führt.

Abschied ::
"He, Treiber, nicht so schnell! Mein Herz zerspringt vor Qual
und muß doch mit ihr gehn, mit ihr, die es mir stahl!
" Beschwör dich selbst! sprach ich zu mir. Verbirg die Wunde!
Doch meiner Tränen Flut gibt stündlich davon Kunde.
Verlassen hat sie mich, doch setzt sie fort die Pein
und stößt mir noch von fern den Dolch ins Herz hinein.
Unbeugsam, stolz, hat sie verschmäht mein Liebesflehen,
verbrennen läßt sie mich, in Wahnsinnsnacht vergehen.
Trotz allem, was sie mir versprach und wieder brach,
bleibt die Erinnerung an sie in mir doch wach.
"He, Treiber, dränge nicht zur Eile die Kamele,
daß aus dem Leib mir nicht die Liebe reißt die Seele !"
Du, Herzensräuberin, komm, komm zurück zu mir!
Zum Himmel hallt mein Ruf, dringt er denn nicht zu dir?
Fließ denn, mein Tränenstrom, ertränke die Kamele!
Umsonst, umsonst, umsonst! Fort zieht mit ihr die Seele.
Wie sich die Seele trennt vom Leib und ihm entschwebt,
wer weiß es wohl? - Doch ich, Sa'di, hab es erlebt!
Die Treulose ging fort, entfloh vor meinen Klagen,
nahm mit mein blutend Herz! Wie soll ich es ertragen ?



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Hafiz (1320-1389), "der den Koran auswendig Wissende", ist der größte und im Abendland am meisten bekannte persische Dichter . Er führte ein verhältnismäßig ruhiges Leben, wirkte als Lehrer für Koranexegese und besang in seinen Versen, die den Höhepunkt der persischen Wort- und Stilkunst bilden, die Freuden des Lebens, den Wein, die Liebe und die Schönheit der Natur. Seine Gedichte sind Liebeslieder, in denen weltliche und mystische Elemente verschmelzen. Die Gedichte des Hafis wurden nach seinem Tod in einem "Divan" gesammelt, der Goethe zu seinem " West-östlichen Divan" angeregt hat.

Klage ::

Spülte nicht der Wein den Kummer aus der Seele uns heraus,
machte bald der Zorn des Schicksals unserm Leibe den Garaus.
, Könnte nicht im Rausch mitunter unser Geist vor Anker gehn,
würde all die Leidensstürme unser Schifflein nicht bestehn.
Ach, noch jeden nahm der Himmel unbedenklich sich zum Ziel.
Keiner war, der je gewinnen konnte dieses arge Spiel.
Finster ist's, wo bleibt der Chisr, der den rechten Weg uns lehrt,
eh das Feuer der Entbehrung gar den ganzen Leib verzehrt?
Meine schwache Seele zog es sehnsuchtsvoll zur Wiese hin,
wo, vom flauen Wind umfächelt, ich dem Tode wollt entfliehn.
"Schenke", rief ich, "Arzt der Liebe, gib mirWein!
Nur Wein allein kann mich retten, kann vertreiben alle Angst und Herzenspein !"
Doch, was half's? Hafis verbrannte! Und der Freundin blieb's verhehlt.
Gebe Gott, daß es mit sanftem Flüstern ihr der Wind erzählt!





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Rumi ( 1207-1273) ist der bedeutendste persische Mystiker, der den Orden der tanzenden Derwische angeregt haben soll. Im Jahre 1244 wurde er von mystischer Liebe zu einem Wanderderwisch ergriffen, nach dessen geheimnisvollem Verschwinden Rumi zu dichten begann. Sein "Divan" ist dem verschwundenen Freund gewidmet. Besonders berühmt wurde sein "Methnewi", ein dichterisches Werk von rund 26000 Doppelversen, das sich größter Wertschätzung bei den islamischen Mystikern erfreut.


Die Welt der Liebenden ::

Wenn ringsum die ganze Erde mit Dornen wäre besät,
das Herz des Liebenden wäre ein liebliches Blumenbeet,
und bliebe das ewige Weltrad in seinem Lauf plötzlich stehn,
die Welt der Liebenden wäre auch weiterhin voller Geschehn.
Und mögen auch alle zornig, verzweifelt gehn ihren Pfad,
wer liebt, der ist gütig und heiter und weiß auch für andre noch Rat.
Wo eine Kerze erloschen, dem Liebenden biete sie dar,
sein Feuer kann viele entzünden, ja viele Tausend sogar.
Auf hundert Versprechen beschränkt sich ein Liebender nicht, er gibt mehr,
dem arglistigen Herzensräuber wiegt kaum ein einziges schwer .
Begegnest du einem Verliebten, dem Krankheit am Herzen nagt,
ist's darum, weil seine Liebste sich seiner Liebe versagt.
Schwing dich in den Sattel der Liebe, von Sorge und Angst unbeschwert,
sie trägt dich vorwärts geschwinder als ein geflügeltes Pferd.
In einem einzigen Ansturm erreichst du das lockende Ziel,
gibt's auf dem bergigen Wege der Hindernisse auch viel.




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Nima Yooshij (1875-06.01.1959) Nima wurde in Yoosh(ein Dorf in Mazandaran) als Ali Esfandiaari geboren, bis seinem 12. Lebensjahr verbrachte Nima sein Leben in Yoosh. Dann ging er nach Teheran zur Schule, danach in französische Schule ( saint Lui). Nima ist der Urheber der modernen Dichtung in Iran -wie auch er im Lande als " pedare she're no" Vater der moderne Dichtung getauft worden ist-. Er revolutionierte mit seiner modernen Art zu dichten, wo Jahrtausende die klassische Form der Dichtung die persische sie beherschte. "Afssaane"(Märchen) seine erste Dichtung, schrieb er wegen seiner verlorene Liebe -er verliebte sich in eine Mädchen nemens Safooraa aus seinem Dorf, aber das Mädchen bevorzügte das süßen Leben in Dorf..-

Mein Haus, die Wolke ::

Mein Haus, die Wolke
Überall auf der Erde ist es bedeckt mit der Wolke
Oberhalb von Engpass rassend JAULT!
der Wind,
die Welt ist völlig zerstört von ihm
Und meine Besinnung!
Ay Flöttenspieler, die Melodie der Flötte dich aus dem Sinnen gebraucht hat, WO BIST DU?!
Mein Haus ist aus Wolke, ABER
die schlägt nieder!
ich träume von GUTE ZEITEN, die mir entgangen sind!
beobachte die WEITE des Meer
die ganze Welt ist völlig zerstört von Wind
und unterwegs! der Flöttenspieler, der ständig nur spielt.
In dieser wölkigen Welt
geht seinen Weg!



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1925 in Teheran geboren. Als früher Opponent des Schah-Regimes bekam er wiederholt Publikationsverbot. Er ist Gründer und Herausgeber von zahlreichen Literatur- und Kulturzeitschriften. In den Jahren 1968 bis 1971 produzierte er im Auftrag des iranischen Fernsehens Filme über die Lebensgewohnheiten und die Folklore in den persischen Provinzen. Ein Großteil dieser engagierten TV-Produktionen wurde zensiert. Schamlu sieht sich in der Nachfolge von Nima Juschidsch (1895-1960), der als erster das persische Gedicht revolutionierte, von allen metrisch-formalen Fesseln der klassischen Diwan-Dichtung und historischem Ballast befreite und mitten in den iranischen Alltag stellte. Diesen Weg setzte Schamlu fort, indem er beispielsweise schon Anfang der 50er Jahre die Notwendigkeit postulierte, nicht das einfachste und banalste Wort zu scheuen und Wörter der Alltags- und Kindersprache, der Straße und des Dialekts zu verwenden.

Blaues Lied ::

Für Paschaii

Übermannt vom Vormittagsschlaf
unterm Kuppeldach der Ho'z-Khaaneh
daß Jahre später
Heimat bedeutet
das Plätschern eines Wasserbeckens.
Ein einsamer Fürstensohn
und die Wiederholung seiner bitteren Mandelaugen
in tausend sechseckigen Spiegelkacheln
Leise strich
das Wiegenlied einer jungen Fontäne
über den schläfrigen Stillstand der Petunien
daß Jahre später
Heimat bedeutet
plötzlich
das Plätschern eines Wasserbeckens.
Ein einsamer Fürstensohn
und die Wiederholung seiner bitteren Mandelaugen
in tausend sechseckigen Spiegelkacheln
Der Tag
ging auf Zehenspitzen
von den brennenden Speeren des Silbers
bis zum schiefesten Schatten,
daß noch Jahre später
Heimat bedeutet
die stetige Wiederkehr des Wassers,
das Kuppeldach des Vormittagsschlafs
und das schläfrige Gemurmel des Springbrunnens
zur Stille der durstigen Petunien,
die unglaubliche Wiederholung von tausend
bitteren Mandeln
in tausend sechseckigen Spiegelkacheln
und Jahre später
Jahre später
zur Mittagszeit eines warmen Tags
plötzlich
die Erinnerung an die Houz-Chaneh.
O Fürstensohn der Kacheln
mit deinen Tränen aus Wasser!
(Dezember 1976)

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